Neuropathie Vestibularis

Der

Gleichgewichtssturz

(Neuropathie = Nervenleiden oder Nervenkrankheit )              (vestibularis = Gleichgewicht)

Bei der Neuropathia vestibularis handelt es sich um den plötzlichen einseitigen Ausfall eines Gleichgewichtsorganes oder Gleichgewichtsnerv oder der Gleichgewichtszentren im Hirn, eine seltene Krankheit zugegeben (ca. 1:2000). Glücklicherweise heilen die Störungen, in den meisten Fällen nach 2 bis 3 Wochen ab (ca. 95% aller Fälle), Symptomfreiheit aber erst nach Monaten, für die Betroffenen ist es aber eine echte Katastrophe, vor allem in den ersten 3 bis 7 Tagen. Die Erkrankung wird auch als Neuronitis vestibularis oder Neuritis vestibularis bezeichnet.
Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch das plötzliche Auftreten von einem starken bewegungsabhängigem Drehschwindel
(Karussellgefühl), die Intensität des Schwindelgefühls, wird durch die Lage und durch rasche Bewegungen verändert und ist verbunden mit Übelkeit, Vernichtungsgefühl, eventuellem Erbrechen und anderen vegetativen Symptomen wie  nach dem Essen Schwitzen, starkes Schwitzen, Schlaffheit, Müdigkeit, Benommenheit. Die Betroffenen haben das Gefühl auf die Seite zu kippen (Lateropulsion), Gangunsicherheit mit Fallneigung zur erkrankten Seite. Es tritt kein Hörverlust ein, es wird nicht über Tinnitus (Ohrgeräusche) geklagt.
Die genauen Ursachen dieser Erkrankung sind unklar, es werden infektbedingte Störungen und Schädigungen durch Viren diskutiert, aufgrund des vereinzelt epidemischen Auftretens gibt es Indizien für eine Virusinfektion (evtl. mit sekundärer vaskulären (
vaskulär = Blutgefäße betreffend) Komponente?). Der Ort der Störung wird sowohl im Labyrinth selbst im Bereich der Sinneszellen wie auch im Bereich des Gleichgewichtsnerven vermutet.

 

Erstellt am 2 Feb.2001 um 20:35     Geändert am  am 7 Feb.2001 um 6:35

 

 



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